Archiv der Kategorie: Aufgeblasenes Schwurbel-Blähdeutsch

Theater-Caricaturen – vom 30.10.1892.

Der Reactionär  von Palmyra.

Satyrisches Trauerspiel in fünf Aufzügen von Adolf Wilbrandt.

Wir wissen recht wohl, daß es nicht so auf dem Theaterzettel steht und anders auch im Buche. „Der Meister von Palmyra“ heißt’s da, und als „dramatische Dichtung“ wird der Charakter im theatralischen Meldezettel vom Dichter bezeichnet. Weiterlesen

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Theater-Caricaturen – vom 13.12.1891.

Aus einem Briefe Gerhard Hauptmann’s.

Der junge Verfasser des im Burgtheater mit so siegreichen Beginne bis zum dritten Acte gelangten Schauspieles „Einsame Menschen“, der 29jährige schlesische Dichter mit der provisorischen Ibsen-Maske, hinter welcher eine ihm rechtlich zu eigen gehörende Dichterphysiognomie steckt, hat über die Eindrücke dieses ersten Burgtheater-Abends an einen Freund im Reiche draußen einen Brief gerichtet, den wir unseren Lesern mittheilen zu können versucht haben. Derselbe lautet in möglichst getreuer Nachdichtung: Weiterlesen

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Theater-Caricaturen – vom 29.11.1891.

Im Verlauf einer und derselben Woche hat das Burgtheater zwei „Liebesopfer“ gebracht, das eine von Ohnet, das andere von Ibsen, welches letztere auch den Titel „Das Fest auf Solhaug“ führt, in der Sache selbst aber auf das Nämliche hinauskömmt, daß eine Frau, welche in die fatale Lage kommt, ihrem eigenen Mann oder sonst Jemandem im Wege zu sein, anständiger Weise nichts Andres thun kann, als sich mittels Gift beiseite zu schaffen, welche allerdings nicht jedem Geschmacke convenirende Selbstbeseitigungsmethode in besonders berücksichtigenswerthen Fällen, nach Thunlichkeit, und wenn der Hauptzweck dadurch nicht beeinträchtigt wird, im Milderungswege auch in eine Begnadigung zu lebenslänglichem Kloster umgewandelt werden kann. Weiterlesen

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Theater-Caricaturen – vom 17.5.1891.

Daß dem seligen Balduin von Eichenhorst, mit seinem bürgerlichen Namen Eduard Leuchert genannt, das passiren muß! Weiterlesen

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Theater-Caricaturen – vom 15.9.1889.

Zwei „Häuserübertragungen“ sind im theatralischen Grundbuch zu verzeichnen: Herr Blasel hat das Josefstädtertheater in die Leopoldstadt übertragen. Herr Bukovics setzt das Stadttheater, und zwar Laube’s Stadttheater, vor die Neustiftgasse hin. Mit dem Platzwechsel ist auch ein Namenswechsel verbunden. Das Josefstädtertheater heißt von nun an Carltheater, das Stadttheater ist in Deutsches Volkstheater umgetauft. Weiterlesen

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Theater-Caricaturen – vom 4.3.1888.

„Auf diese Anekdote bin ich schon vor 30 Jahren gereist“, sagte der lustige Ascher einmal zu dem Tenoristen-Veteran Sontheim, als dieser ein etwas moderduftiges Geschichtchen mit der Prätension einer frischen Pikanterie servirte. Gerade so lange oder noch länger als eine Menschengeneration dürfte es sein, daß der nunmehr schon in die dritte Generation hereingelebte, also doch schon einigermaßen überlebte Herr Friedrich Haase und die nicht minder überlebten „Beiden Klingsberg“ reist. Weiterlesen

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Theater-Caricaturen – vom 19.2.1888.

Nun, hat Othello nicht Recht mit seiner empörten Eifersucht und seinem tödtlichen Grimm? Spielt Cassio nicht wirklich seine, des Helden, Rolle bei Desdemona, nimmt er nicht wirklich Othello’s Platz bei ihr und nicht etwa mit Hilfe irgend eines dämonischen Blendwerks, der Tarnkappe Siegfrieds etwa oder eines sinnenumnebelnden Liebestrankes – nein, das ganze Zaubertränklein, welches die fatalen Vertuschungsconsequenzen nach sich zieht, besteht in den einigen Tropfen Theaterkanzleitinte, mit welcher Othello in seiner Rolle durch Cassio remplacirt wird. Weiterlesen

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