Archiv der Kategorie: Kleine Scherze

Kleine Scherze.

Der glücklichere Teil.

Sie: „Weißt Du, daß ich vor Dir den Direktor hätte heiraten können?“
Er: „Nein, ich wußte es nicht, aber ich merkte es an seinem dankbaren Gesicht, wenn wir uns begegneten.“

(1. Juni 1925)

 

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Kleine Scherze

Leumund.

„Das Fräulein Hedy hat sich mit einem Kriminalbeamten verlobt!“
„Geh’n S’! Muß die ein guten Gewissen haben…“

(1. Juni 1925)

 

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Warnung.

„Gelt, Mami, ich darf heute wieder in die Radioausstellung gehen“, bat die 19jährige Paula. „Dort ist so ein netter Herr. Jedesmal bekomme ich einen Bestandteil für Kurts Radio geschenkt, blos nur deshalb, weil ich mich hinsetze und Radio höre. Der Herr meint, ich ziehe die Ausstellungsbesucher an.“

„Das ist soweit ganz gut“, antwortet Mami, „aber das sage ich dir, daß du mir nicht einmal mit einer Erfindung nachhause kommst, die als Entschuldigung gelten soll – für einen in 9 Monaten zu erwartenden Lautsprecher.“

Henger.

(1. April 1925)

 

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Tete-à-Tete.

– Du kannst uns doch nun öfter besuchen! Ich werde dich selbstverständlich meinem Manne vorstellen.
= Na Du, wird er auch nicht Verdacht schöpfen?
– Ach bewahre! Daran ist er gewöhnt!

(1. März 1925)

 

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Per distance.

Reisender (zu einem Hausknecht, der ihn hinauswerfen will): Treten Sie mir ja nicht zu nahe!

(1. Oktober 1924)

 

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Einfache Rechnung.

„Erst informieren Sie sich bei mir über die Höhe der Mitgift, und dann bitten Sie um die Hand meiner Tochter?!“

„Das ist doch ganz logisch. Jetzt hat ihre Tochter viel mehr Wert.“

J. G. Henger.

(1. Oktober 1924)

 

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Gleichwertig.

„Sonst hatten Sie gar keine Berührung mit dem Zeugen?“

„Ja, einmal sind wir beim Tor des Landesgerichts zusammengestoßen; ich bin heraus, er hinein – gegangen.“

(1. September 1924)

 

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Falsch verstanden.

„Herr Leutnant, sind Sie für das Studium der Mädchen?“

„Aber selbstverständlich – ist meine angenehmste Zerstreuung.“

(1. September 1924)

 

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Ein glücklicher Zwischenfall.

„Nun, Mize, wie ist denn eure Hochzeitsreise per Automobil verlaufen? War dein Gatte recht zärtlich?“

„Ach, auf der eigentlichen Reise war er’s nur einmal; als bei Franzendbad die Maschine wegen eines überfahrenen Spaziergängers halten mußte, hat er Zeit für einen Kuß erübrigt.“

(1. August 1924)

 

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Ein neuer Beruf.

„Servus, Weckermann“, begrüßte ein Maler seinen Studiengenossen, „was machst Du, wo bist Du?“
„Ich bin Verkehrsmaler!“
„Verkehrsmaler?!“
„Ja. Ich stelle alle Streikenden, einmal die Industrieangestellten, einmal die Gemeindeangestellten, einmal die Bundesangestellten, einmal die, dann die – in malerische Gruppen, damit die Fremden seh’n, daß Wien trotz alledem eine künstlerische Physiognomie hat…“

J. G. Henger.

(1. Juli 1924)

 

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Vor Gericht.

– Sie haben Ihren Gatten auf die gemeinste Art und Weise betrogen. Fühlen Sie denn keine Gewissensbisse?
= Gestattet der Gerichtshof, daß ich erst meinen Rechtsanwalt befrage?

(15. November 1923)

 

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Der eilige Doktor.

Doktor: „Also erzählen Sie, was Sie haben, aber bitte schnell!“
Patient: „Wissen Sie, Herr Doktor, im Grunde habe ich guten Appetit, schlafe gut, fühle mich ganz kräftig…“
Doktor: „Schon gut, nehmen Sie diese Pulver, und das alles vergeht in drei Tagen!“

(15. Oktober 1923)

 

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Aus dem Gymnasium.

Der Schüler wischt die Tafel unsauber ab, und der Herr Professor macht ihm darüber Vorwürfe: „Lieber Müller! Sie sind ein Schwein! – aber nehmen Sie mir das nicht übel – ich spreche zu Ihnen als Vater!“

(15. Oktober 1923)

 

 

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Der Pantoffelheld.

Richter: Die Ehe zwischen Ihnen und Ihrer Frau ist also geschieden! … (Nach einer Weile:) Weshalb entfernen Sie sich nicht?

= Ich möchte’ gehorsamst bitten, daß ich noch einige Zeit hier bleiben darf; denn, wenn meine Frau draußen wartet – muß ich gleich wieder mit ihr heimgeh’n!

(15. Oktober 1923)

 

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Anknüpfung.

„Sie sind meine einzige Hoffnung, Frl. Babette.“
„Aber meine Mitgift lautet nur in deutsche Mark.“
„Das macht nichts, Fräulein. In der Ehe zahlt der Mann ja immer drauf.“

(1. Oktober 1923)

 

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Vor der Wahl.

„Entschuldigen Sie, Herr, san Sie a Christlichsozialer oder schau’n S’ nur so blaß aus?“

(1. Oktober 1923)

 

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Entschuldigung.

Pfarrer: „Sagt eurem Mann, Gstettenbäuerin, ich hätt’ ihn wohl bemerkt, wie er neulich mitten in der Predigt aus der Kirche herausgegangen ist.“
Bäuerin: „Ach, Herr Pfarrer, nehmen’s es ihm nur net übel – er is a Schlafwandler.“

(15. September 1923)

 

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Das Einfachste.

Schauspielerin: „Der Arzt hat mir eine Luftveränderung verordnet.“
Direktor: „Da laß’ ich Sie fortan nur in Stücken auftreten, die im Auslande spielen.“

(1. September 1923)

 

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Die Vielbegehrte.

– Rosa, willst Du morgen mit mir ins Theater gehen?
= Für morgen bin ich leider vergeben. Der Verein meiner ehemaligen Verehrer hat Fahnenweihe.

(1. September 1923)

 

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Aufrichtig.

Sommerfrischler: „Ohne Bedienung wird das Zimmer wohl billiger sein?“
Bäuerin: „Na, das bleibt sich gleich – die vorjährige Partei hot g’sagt: die Bedienung is eh nix wert!“

(15. August 1923)

 

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