Archiv der Kategorie: Monumente

Was sich die Monumente erzählen.

(Zeit: Die Geisterstunde.)

Schwarzenberg: Na, endlich wieder ein­mal ein echt österreichisches Fest, daß einem das Herz im Leibe lacht – wo er nur bleibt, mein großer Generalstäbler?

Zelinka: Ja, Durchlaucht, schön is ’s schon g’wesen – aber wissen S’ – Sie dür­fen schon net bös sein, Durchlaucht – ma stellt bei solchen Sachen un­will­kür­lich Vergleiche an und da –

Schwarzenberg: Ja, ja, ich weiß, was Sie sagen wollen, lieber Bürgermeister! Die Armee von damals – und die Armee von heute, deren höchstes Streben in dem einen Schlachtruf gipfelt: Gage­re­gu­lie­rung! Unser wackerer Grillparzer käme wohl in die größte Verlegenheit, wen er in dieser Zeit besingen sollte – Weiterlesen

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Was sich die Monumente erzählen.

Zelinka: Herrgott, das is heut’ a Tag – a wahre Narr’nfreud’ hab’ i in mir – der Radetzky is mir scho’ immer abgangen – i hab’ mi’ förmli’ genirt, daß i scho’ mei’ Platzel hab’ und er no’ kan’s, wirkli’ wahr! (Sich umsehend) Wo denn die andern bleib’n bei so einer festlichen G’leg’nheit? In der Wienerstadt kummt so was leider eh’ nur alle heilige Zeiten vur, sunst muß ma’ si’ g’wöhnli’ gift’n – ah, habe die Ehre, Herr von Grillparzer!

Grillparzer (auftretend, hastig): Der Feldherr noch nicht da? Gott sei Dank – ich fürchtete schon zu spät zu kommen, und das hätt’ ich nie verwunden!

Zelinka: Na freili’ – bei so was – und gar Sö – so oft san Sö gar net citirt word’n, wie in die letzten Täg’! Weiterlesen

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