Archiv der Kategorie: Moriz Schubyak

Defraudirte Gedanken des Herrn Moriz Schubyak, Directors der Pimperlbank.

Wie hab’ ich gesagt? Auf’s Multipliciren kommt’s an? Und der Pfennig macht die Million – wenn man ihn mit 400 Millionen multiplicirt? Ja, das hab’ ich gesagt und halb’s auch wieder nicht gesagt, denn wenn ich’s ein für allemal gesagt haben sollte, so sähe das doch aus wie ein Grundsatz, wie ein Princip – und was wäre das für ein Geschäft für einen fixen Geschäftsmann, der, und wenn er der erste Bankier der Welt wäre, ohne ein Bisserl Wechselreiterei nicht fortkommen kann, ohne eine Bisserl Principienwechselreiterei nämlich. Der Principienwechsel, das ist der einzige Wechsel, auf den mit Sicherheit zu geben ist, und den man ohne Sorgen prolongiren kann, denn je öfter er prolongirt wird, desto besser verzinst er sich, und zu mehr Capital kommt man auch. Dadurch unterscheidet er sich von dem „Cavalierwechsel“, der sich ja auch gewöhnlich umso besser verinteressirt, je öfter er prolongirt wird – nur mit dem Capital sieht es meistens flau aus…

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Defraudirte Gedanken des Herrn Moriz Schubyak, Director der Pimperlbank.

Auf’s Multipliciren kommt’s an, sag’ ich freilich immer – nur muß man aber auch wissen, mit was man multiplicirt, um beiläufig zu berechnen, was dabei herauskommen kann. Zum Beispiel, Russland mit Frankreich multiplicirt – was kann dabei herauskommen? Garnichts Anderes als der helle Wahnsinn – und so hat’s mich auch gar nicht weiter gewundert, wie ich das Telegramm gelesen habe, dass der russische Finanzminister, Herr von Wyschnegradski, meschugge geworden ist. Weiterlesen

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Defraudirte Gedanken des Herrn Moriz Schubyak, Directors der Pimperlbank.

Lachen muß ich darüber, wie die größten Leute großthun damit und sich etwas darauf einbilden, daß sie eigene Gedanken haben. Eigene Gedanken kann jeder Schnorrer haben, aber die Gedanken der anderen Leute haben, sie von ihnen nehmen, daß sie’s nicht merken und ihre eigenen Gedanken gar nicht mehr darin erkennen, das ist der richtige Geschäftsgeist. Der großmüthige Fürst Felix Schwarzenberg hat einmal gesagt: „Ich hasse das Eigenthum, und wenn ich mir ein paar Hosen ausborgen könnte, ich thät’s“ – das war fein gedacht von dem Manne, aber Ideen braucht man sich nicht so auszuborgen wie Hosen, die nimmt man, ohne viel zu fragen und schneidet sie sich zu, wie man sie braucht. Weiterlesen

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