Schlagwort-Archive: Alkohol

Ersatzstoffe.

Den Wirten wird infolge der Biereinschränkung ein Pilsner von allerniedrigstem Grad geboten; sie spritzen es mit Sodawasser. Im Café gibt es statt Soda mit Himbeer – Wasser mit Himbeer. Nächstes Jahr dürfte das Pilsnerbier also wahrscheinlich – Wasser ohne Himbeer sein.

(1. Juli 1917)

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Schnapsbruder.

Auf unsren hochherzigen Friedens­antrag und die edlen Aufrufe unsrer Herrscher antworten die russischen Armeebefehle mit unflätigen Drohungen und Schmähungen.
„Stoßt die Bajonette in ihren leeren Magen“, schreibt ein uniformierter Trunkenbold in seinem Befehl.

O du Schnapsbruder moskauisch-tatarischen Geschlechtes – welche Blamage, wenn Leute mit leeren Magen dich so von einer festen Stellung in die andre hinauspeitschen!

(14. Jänner 1917)

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Der heurige Wein

ist zwar unverschämt teuer, dafür aber so sauer geraten, daß man ihn getrost „Dreimännerwein“ nennen könnte. In Stixneusiedel hören wir nun, wie der alte Nachtwächter alle halbe Stunde die Leute mit seinem Horn weckte. Ein Einheimischer erklärte uns dies treuherzig: „Wissen S’, er weckt die Leut’ aus’n Schlaf, damit sie sich rechtzeitig im Bett auf die andre Seiten herum dreh’n. Denn sonsten könnt ihnen der genossene Wein auf der einen oder andren Seiten a Loch durchbrennen!“

(26. November 1916)

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Brotfrucht und Alkohol.

Mein lieber Bauer, werste
Verfüttern deine Gerste?
Damit wir kriegen billich
Die Butter und die Millich? Weiterlesen

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Das Fiasko des Alkoholverbotes.

Je schärfer in Russland das Alkohol­verbot gehandhabt wird, desto mehr Leute sterben dort an Säuferwahnsinn. Ein starker Prozentsatz ist auch an Fettsucht erkrankt, und zwar durch­wegs Fabrikanten, die sich im letzten Jahre der Erzeugung von Brennspiritus und Möbelpolitur zuge­wendet haben.

(9. Mai 1915)

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Die Drückebergerei

nimmt laut Mitteilung der militärischen Oberbehörden in ganz Rußland überhand. Zu demselben Zeitpunkt verlautet, der Ministerrat habe beschlossen, das Alkoholverbot in Rußland wieder aufzuheben. Ob nicht ein logischer Zusammenhang zwischen den beiden Erscheinungen besteht. Der russische Bauer bleibt jetzt lieber im Lande und besauft sich redlich.

 

(4. April 1915)

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Kinematographische Teeabende

sind die letzte Errungenschaft. Es wer­den an die Besucher des Kientopps Tee, Cognac oder Wein ver­ab­reicht. Die Tuchlauben-Lichtspiele haben da­mit den Anfang gemacht. Doch er­gaben sich eini­ge technische Schwierig­keiten, da viele Anwesende der­art gründlich illuminiert waren, daß die Ver­fins­te­rung des Zu­schauer­raumes beeinträchtigt wurde.

(16. November 1913)

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Neue Weinsorten.

(Vom nassen Jahr 1913.)

„Sauerberger“-Ausbruch.
„Magenzwicker“-Auslese.
„Darmreißer“-Schattenseite.

(12. Oktober 1913)

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Verfrühte Hundstage.

Bis jetzt ist den Männern bei den Früh­jahrs­blusen der Damen heiß ge­worden; nun aber sind sie gerächt, die Wärme­quellen selbst stöhnen unter der Hitze. Marquisette nennt man jenen Stoff, der ein Nacht­hemd vortäuscht und des­halb von den Mäd­chen nur an schönen Ta­gen ge­tragen werden kann. Das Quecksilber ist ein Steiger ge­worden, und die Steiger sind queck­sil­bern geworden.

Das „Tagesminimum“ hat 30 Grad betragen. Das bezieht sich aber nicht auf den Alkohol, für den das Durchschnitts­minimum weit mehr Grade beträgt. Eini­ge Wiener haben es auf ein Minimum von 20 Krü­geln Lager gebracht, was sechzig Graden ent­spricht. Weiterlesen

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Selbstmordversuch eines Biertrinkers.

Nun hat sich auch das Brauherren­kartell die Teuerung zunutze gemacht und ist mit dem Bierpreis in die Höhe ge­gan­gen. Dieser brutale, neue Vor­stoß gegen die Konsumenten hat neulich beinahe ein Menschenopfer ge­fordert:

Ein Bürger hat aus Verzweiflung, dass ihm sein „Schwe­cha­ter“ und die anderen Sorten flüssiges Brot hiedurch entzogen sind, auf einer Bank im Stadtpark einen ganzen Liter Wiener Bräu (welches nicht im Kartell ist), ge­trunken. Die Rettungs­gesellschaft reichte ihm sofort Gegen­mittel, doch ist sein Zustand noch immer bedenklich!

(1. Oktober 1911)

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Inserate.

Restauration M. Glaser
Wien, II. Sternekplatz 11.

Spezialausschank von Pilsner Urquell, Austria-Doppel-Malz, sowie Lager und Abzugbier aus renommierten Brauhäusern, direkt vom Faß.

(6. März 1910)

 

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Inserate.

Franz Strahammer’s Göstinger Weinhalle
Wien, VII. Kaiserstrasse 88.

Ausschank der mit ersten Preisen wiederholt prämiierten Göstinger Eigenbauweine, sowie unverfälschter Naturweine aus der Zistersdorfer Gegend.

(30. Jänner 1910)

 

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Inserate.

Ottakringer Bräu.

Restaurant Hietzing,
Auhofstr. 1.

Jeden Sonn- und Feiertag, sowie Donnerstag „Großes Konzert“ Kapelle R. Krauss. Bei ungünstiger Witterung in neu erbauten Prachtsaale.

F. Milloch, Restaurateur.

Langjähriger Leiter des k. k. Volksgarten-Restaurants.

(12. September 1909)

 

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Die Stadtväter als Antialkoholiker.

Man sollte es nicht für möglich hal­ten. Unsere Rathauspartei kämpft offen­bar gegen den Alkoholis­mus. Sie tut dies überaus wirksam. Erstens: Durch Errich­tung der zwei­ten Hoch­quel­len­leitung. Zweitens: Durch Vergrößerung im Be­trie­be des schrecklichen „Wiener Bräu“.

(25. April 1909)

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Inserate.

Süd-Tiroler- und Dalmatiner Weinhalle

Johann Dalsasso & Comp.
Wien, VIII. Blindengasse 8.

(21. März 1909)

 

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Aus dem dunkelsten Afrika.

Der „Fall Zizibambula“ könnte möglicherweise Schule machen. Dann kann es wohl vorkommen, daß ein Negerweib, das sich von ihrem Gatten vernachlässigt fühlt, diesem mit den Worten droht:
„Du, wenn das so weiter geht, trink’ ich mir mit Feuerwasser einen Rausch an und komm’ heute nacht mit einem ‚Affen’ nach Hause!“

(18. Oktober 1908)

 

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Inserate.

Flaschenbier- u. Weingroßhandlung
Franz Lanicek

Depositeur Max Gotlieb

Wien, II. Venediger Au (nächst dem Praterstern)

St. Marxer Abzug, Schwechater Lager, Pilsener Urquell und Granat-Bier aus der herrschaftlichen Brauerei in Kauth (Böhmerwald.)

(30. Dezember 1906)

 

 

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Inserate.

Echte Tiroler Weine

Garantiert echt beste Marken

Paul Egger,
Wien, III. Beatrixgasse II.

(12. August 1906)

 

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Inserate.

Zur Beachtung!

Zum Besuch der

„Böhmischen Bierhalle“
XVI. Liebhardtstalstraße 28

macht aufmerksam und ladet höflichst ein

K. Popperl, Gastwirt.

(29. April 1906)

 

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Inserate.

Restaurant Budweiser-Bierhalle

zum „Gutenbergsaal“
VIII. Alserstraße 59.

Täglich bis 2 Uhr früh geöffnet. Zum Ausschank gelangt stets frisch das ausgezeichnete Budweiser Lagerbier, sowie Weine aus den besten Rieden Oesterreichs bei billigsten Preisen und aufmerksamster Bedienung. Fachblätter liegen auf. Besondere Spezialität: vorzügliche Küche und reiche Auswahl kalter Speisen bis 2 Uhr früh. Seine ergebenste Einladung macht

J. Brena, Restaurateur.

(29. April 1906)

 

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