Schlagwort-Archive: Verkehr&Technik

Weltspiegel vom 1.5.1925

Also, die Republik Österreich ist und bleibt das enfant gatée des Völkerbundes, respektive der Kulturwelt, die durch diesen Bund m. b. H. vertreten wird, und wer es nicht glaubt, der lese nur die englischen und amerikanischen Blätter. Dies umsomehr, als er es nur solcherweise von London und New-York erfährt, was für Spartaner wir Wiener eigentlich sind und frohen Mutes wir unsern von unsern internationalen Helfern gezüchteten Dalles und dessen Konsequenzen zu ertragen dressiert wurden. Weiterlesen

Werbeanzeigen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland, Weltspiegel

Inserate.

Radio-Apparate

praktisch und lautstark

von K 110.000 aufwärts. Für jeden Apparat wird garantiert. Hörer von K 190.000 aufwärts.

F. Jakubec
Wien, VII, Neubaugürtel 40

Straßenbahn 49, 8, 18, 118, G

(1. Februar 1925)

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland, Inserate

Rund um den Stefansturm – vom 1.8.1924.

Momentaufnahmen von Alfred Rübenstein.

III.

Straßenbahn.

Ein Wiener in der Tramway spricht
Kopfschütteln und verwundert:
„Mal hab’n mir hier a Sechserl ’zahlt,
Jetzt Kranln siebzehnhundert. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland

Ein glücklicher Zwischenfall.

„Nun, Mize, wie ist denn eure Hochzeitsreise per Automobil verlaufen? War dein Gatte recht zärtlich?“

„Ach, auf der eigentlichen Reise war er’s nur einmal; als bei Franzendbad die Maschine wegen eines überfahrenen Spaziergängers halten mußte, hat er Zeit für einen Kuß erübrigt.“

(1. August 1924)

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Kleine Scherze

Wiener Spaziergänge vom 1.6.1924.

Niemand ist so stolz darauf, in seiner Vater- und Heimatstadt Wien die Namen erlauchtester Geister in jeder Richtung wie auf allen Gebieten verzeichnen zu können, wie der ergebenst gefertigte Wiener Spaziergänger. Zu diesen geistigen Kapazitäten zählt zweifellos in erster Reihe der gegenwärtige städtische Finanzminister Breitner. Warum just diesem ein jeder Spaziergänger seine – nennen wir es – Bewunderung, nicht versagen kann? Weil gerade dieses Finanzgenie der erfolgreichste Förderer unserer Fußgeher geworden, denn mit der Wiener – lies! Breitners – Straßenbahn fährt unbedingt heute nur, der es absolut tun muß. Leider Gottes sind alltäglich Hunderttausende Wiener ausschließlich auf dieses Transportmittel angewiesen, und der städtische Mathematiker versteht es wie kein zweiter, dieses ernste Faktum auszupressen für sein kommunales Budget… bis zur Bewußtlosigkeit. Im vollen Sinne des Wortes. Die Anzahl der kreierten Züge ist relativ derart gering, daß unsere Straßenbahnzüge weniger für den Personenverkehr bestimmten Waggons mit einer festgelegten Anzahl von Sitz- und Stehplätzen gleichen als Käfigen für lebendes Material, das – sei es wie immer – neben-, zwischen-, auf- und untereinander im Innenraum, auf den Plattformen – an Sonn- und Feiertagen auch auf den Puffer – eingeschlichtet, hängend und angeklammert erscheint. Preis einer solchen Vergnügungsreise nur 1700 Kronen. Nun, wie Gott will! Eines Ruhmes ist der hohe Arrangeur und Rechenkünstler sicher: Schon um dieses Verdienstes für seine Mitbürger zählt er heute zu den populärsten Wienern. Sein Namen – auch ansonsten nicht selten genannt – schwebt geradezu jedem Straßenbahnbenützersmunde, und wenn ihm und Direktor Spängler, seinem ausübenden Organ, so oft die Ohren läuten würden, als ihrer in allen Tagesstunden gedacht und auf der Tramway erwähnt wird… ihre Trommelfelle wären hin, oder beide leidtragende Funktionäre längst in dem Luftkurort der Endstation des 47er Wagens. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland, Wiener Spaziergänge

Wiener Spaziergänge vom 15.6.1923.

Täuschen uns nicht alle Anzeichen, so dürfte uns der heurige Spätherbst einer „großen Hetz” berauben, auf die unser liebes Wean seit drei Jahren ein spezielles Patent besitzt: des Kampfes zwischen Regierung und Magistrat, dem unsere Leitartikler allein ein so bedeutendes Zeilenhonorar verdanken. Aber nicht nur die; – was tun wir alle miteinander, wenn – gar vieles spricht dafür ­unsere Staatsleitung, die gleich rötliche Farbe erhält, wie die Ent- und Beschlüsse im hohen Rathaussaal?… Aber, nicht nur „aus und gar ist’s“ dann mit dem gewohnten Spaß, daß zwei Drittel der ergangenen Erlässe und Verordnungen von der Gegen­partei sofort in Wort und Schrift als idiotische Verfügungen gebrandmarkt wurden… Die Sache hatte auch ausgesprochen effektiven Wert und so manche – wir sind nicht so grob, es Dummheit zu nennen – also manche in momentaner Rage gefaßte Entschließung wurde durch diese gegenseitige Kritik und Kontrolle in einer sonst folgenschwereren Durchführung wesentlich eingeschränkt. Nehmen wir nur beispielsweise die im Vormonat beabsichtige Fahnenweihe der Frontkämpfer! Was die  hohe Regierung – wir wollen nicht sagen empfahl, aber immerhin – gestattete, untersagte kurz­weg das Bürgermeisteramt. Und das war ­in diesem Falle – ganz vernünftig und schon deshalb angezeigt, auf daß nicht unsere brave Sicherheitswache just zu den Pfingstfeiertagen wiederum für Andere das Bad ausgießen mußte. Eine Riesenhetz war ja hiedurch den Wienern benommen und – wie verlautet – waren auch schon eine Reihe Fenster für die Besichtigung der voraussichtlichen „Schlacht am Karlsplatz“ an die Meistbietenden vermietet… Sotaner Weise aber kam es nicht hiezu – und Wien wurde um ein schon lange vorher angesagtes Volksfest ärmer… Was jedoch wiederum den bereits berührten Leitartiklern – diesmal des VIII. Bezirkes – Gelegenheit bot, uns gründlich darüber aufzuklären, daß das Vorgeschilderte nicht sozialdemokratisch sei und in einer waschechten Republik gar nicht vorkommen darf. Jeder hat das Recht für seine Meinung einzustehen, beziehungsweise einem Anderen, der anderer Meinung ist, im Bedarfsfalle den Schädel einzuschlagen. Solche gegenseitige Aufklärungen tun immer gut und war der Wiener bisher ebenso gewöhnt – wie etwa der gefertigte Spaziergänger die ebenso wohlklingende als ent­scheidende Stimme unserer Hausgehilfin. Förmlich unheimlich wird es uns, wenn die Stütze – ach du lieber Gott! ihren Herbsturlaub antritt – diese plötzliche Grabesstille… Brrr… Und nun denke man sich effektiv rote Oktoberwahlen. Wenn dann der Gemeinderat nicht raschest schwarz wird, so wird ja eine solche Metamorphose direkt zum Attentat auf den, derartiger Abnormitäten ungewöhnten und gar nicht vorbereiteten Wieners. Wozu liest er denn dann die Arbeiter-Zeitung? Wozu abonniert er sie? Wenn nicht auf jeder zweiten Seite dem Bundeskanzler die Kurasch abgekauft wird? „Was ham mer denn nacher von an Bürgermeister, wenn er nicht alles besser versteht als die ganze Regierung zusammen? Wem wird er’s denn künftighin aufmischen?“ Nun, wie Gott will! So sicher ist’s ja noch nicht. Aber wir verübeln es auch gewiß weder dem Herrn Reumann noch den Herren Doktoren Bauer, Deutsch und Austerlitz, wenn sie es im Grunde des Herzens wünschen und erhoffen, daß der streitbar schöne status quo auch weiterhin er­halten bleibe. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland, Wiener Spaziergänge

Was die Fremden sagen.

Ein Berliner Kaufmann erzählte uns, er sei in ein österreichisches Postamt ge­kommen, wo an einem Schalter ein Fräulein von den Leuten belagert war, während ein zweites Fräulein ruhig einen Strumpf strickte. Er konnte es nicht fassen, daß nicht auch das andere Fräulein amtierte. Aber es war eben nicht „ihre Stunde.“

Der größte Teil der Postler verbringt die Zeit mit Freifahrten auf den Eisenbahnen, und die fremden Kaufleute erzählen mit Erstaunen, daß einmal in einem Eisenbahnkupee I. Klasse, das voll war, nur ein zahlender Fahrgast befunden wurde.

(15. August 1921)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland

Wiener Spaziergänge vom 1.8.1921.

O welche Lust, o welche Pein – National­rat bei uns zu sein. Die Lust ist mit 2 Worten gegeben: „18. Rangsklasse“ – 19 gibt es nur. Sag Herz was begehrst du noch mehr? Die Pein äußert sich wiederum in der effek­tiven Riesenarbeit, die sich vor jedem Saison­schluß in den heiligen Hallen des Ringes vom 12. November anhäuft und unmittelbar vor Antritt des Sommerurlaubes direkt Klumpen bildet, die aber – die Ferien winken – rasch wie nie zuvor hinweggeräumt werden, so zu sagen im Handumdrehen. Leider ist aber diese Hand für die Betroffenen, Hoffenden und Enttäuschten zumeist total leer, so daß ihnen ob den Auseinandersetzungen und Ent­schließungen des Doktor Grün ganz grün vor den Augen wird. Ja, ja, so ein Bundesminister für Finanzen muß manchmal nicht nur ein geriebener Redner, sondern auch ein Prestidigitateur sein, um seine Schutzbefohlenen gnädig und wohlwollend irreführen zu können.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland, Wiener Spaziergänge

Im Stadtsenat

wird erwogen, ob eine Ermäßigung der Straßenbahnfahrpreise nicht vielleicht für die Hängeplätze an den Puffern eintreten könnte.

I. P.

(15. Juli 1921)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kleine Scherze

Inserate.

Die Kunstanstalt für

Lichtdruck und Clichés

empfiehlt sich zur Anfertigung von Postkarten in feinstem Lichtdruck.

Hermann Pollak
Wien, II. Haasgasse 10.

(10. April 1919)

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland, Inserate

Weltbühne vom 10.9.1918

An der Westfront gehen die deutschen Heere gegen die alte Linie zu­rück, und der Vielverband feiert das als gewaltigen Erfolg. Ja, zum Teufel, die Entente ist ja schon einmal vor dieser Linie ge­stan­den und hat gejammert, daß so viel Boden von den Deutschen besetzt ist. Unterdessen hat sie ganze Armeen verloren und ist ihr Schiffsbestand er­schreckend reduziert worden.

Wo ist da der Grund zum Triumphgeschrei? Truppen aus fünf Weltteilen konnten die Deutschen nicht über die Hin­den­burglinie drängen. Um sie an den Rhein zu treiben, wird man neue Welt­teile entdecken und für die Entente gewinnen müssen.

*

Die Feinde sprengen jetzt mit Vorliebe das Gerücht aus, Hindenburg sei krank. Da ist wohl der Wunsch des Gedankens Vater, und es zeigt sich, wie sehr die Faust des großen Marschalls die Feinde drückt. Weiterlesen

Kommentare deaktiviert für Weltbühne vom 10.9.1918

Eingeordnet unter Ausland, Weltbühne

Die Telephonsprache.

Wie lange schon ist’s Telephon
Die Plage unsres Lebens,
Und was man auch dagegen tat,
War leider stets vergebens.

Entgegenkommend ist es nicht,
Man findet schwer Erhörung,
Und wenn’s schon keinen Anschluß gibt,
Hat man doch eine Störung.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland

Edison

gedenkt jetzt folgende Erfindungen zu machen:

  1. Eine Kanone, die ein so großes Mundstück hat wie Roosevelt.
  2. Eine Haubitze, die ums Eck schießt.
  3. Einen Mörser, der über den atlantischen Ozean schießt, wobei das Projektil wieder zurückkommt und eine photographische Aufnahme der getroffenen Gegend an sich hat.

(10. April 1918)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ausland

Die Wiener Elektrische.

Die Elektrische ist eine seit vielen Jahren bestehende Neuerung Wiens. Sie ist als Verkehrsmittel gedacht, in erster Linie aber als eine Volksbildungsstätte, die mittels Anschauungsunterrichte, durch die im Innern der Wagen angebrachten, leicht faßlichen Bilder den breiten Massen erläutert, wie man auf einfache Weise zur allgemeinen Unterhaltung beitragen kann. An der Stirnseite sind große Buchstaben sichtbar, um kleinen Kindern das Alphabet spielend beizubringen.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Weltbühne vom 20.10.1917

Asquith und Lloyd George haben wieder unsren Verständigungsmeiern ins Gesicht gespuckt. Die beiden englischen bevollmächtigten Redner ver­langen Elsaß-Lothringen für Frankreich, große Teile Österreich-Ungarns für Italien, Serbien und Rumänien und Zerstückelung der Türkei, und das alles schon, bevor noch über den Frieden geredet wird.

Aber Herr Scheidemann will sich dabei noch immer verständigen, und auch in andren Ländern hört man sanfte Flötentöne von einem gerechten Frie­­den, der mit den Herren Lloyd George und Poincaré geschlossen wer­den könnte.

Es gibt eben allerorten Subjekte, die, wenn man ihnen ins Gesicht spuckt, behaupten, es habe geregnet. Weiterlesen

Kommentare deaktiviert für Weltbühne vom 20.10.1917

Eingeordnet unter Ausland, Weltbühne

Die Eva im Auto.

– Na sowas, jetzt ist eine Dame, weil ihr im Strandbad Gänsehäufel die Kleider gestohlen wurden, gezwungen gewesen, im Badekostüm, also fast nackt, nach Hause in einem geschlossenen Auto zu fahren. Ist das nicht unerhört?
= Sie haben Recht. Ich finde es auch sensationell, nämlich das Lokalereignis, daß jemand heute in Wien noch ein – Automobil vorfindet!

(1. August 1917)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland

Weltbühne vom 20.7.1917

Die russische Offensive unmittelbar nach dem pathetischen Gebrüll der russischen Radikalen vom „Frieden ohne Annexionen und Entschädi­gung­en“ ist wohl die größte Tragikomödie der Weltbühne. Wer betrügt da, wer wird betrogen? War das Geschrei vom Frieden ohne Annexionen nur sarmatische List, um die Mittelmächte einzulullen? Oder wollten die Russen wirklich nichts mehr tun und folgten dann nur der Drohung der angel­sächsischen Wucherer, die mit der wirtschaftlichen Erdrosselung zu kom­men versprachen, wenn man nicht angriffe? Jedenfalls spielen die russi­schen Politiker eine traurige Rolle, ob sie nun selbst be­tro­gen haben oder betrogen worden sind.

Uns, die Redaktion der „Wiener Caricaturen“, haben sie, wie unsre Le­ser wissen, nicht betrogen. Wir haben das radikale Gelichter, welches plötz­lich Kultur und Zivili­sa­tion zu spielen begann, sofort richtig eingeschätzt. Weiterlesen

Kommentare deaktiviert für Weltbühne vom 20.7.1917

Eingeordnet unter Ausland, Weltbühne

Nach den Marineschauspielen.

Aus dem Aufsatz eines Bürgerschülers.

Vorige Woche war ich mit dem lieben Vater bei den Marineschauspielen im Prater. Das ist sehr belehrend, und des­halb weiß ich auch jetzt ganz genau, wie es im Kriege zugeht, besonders auf dem Meere. Zuerst schießen die Billeteure hin und her, dann schießen die Dampfer hin und her und dann die Kanonen, so daß alle anwesenden Frauen sich vor Angst heranmachen an den Notausgang. An der Küste ist es immer sehr zugig, weil die Türen zum südlichen Kriegsschauplatz öfters aufgemacht werden, trotzdem daß die Türken und Serben nicht für eine Politik der offenen Tür sind. Dann sieht man Budapest, welches aber Falten wirft; wahrscheinlich sind das Sorgenfalten wegen des Ausgleichs mit Österreich. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Inland

Weltbühne vom 17.6.1917

Man kann machen, was man will – zuletzt muß man doch immer wieder nach Rußland sehen. Krieg ist interessant, Revolution ist interessant – wie interessant ist erst Revolution während des Krieges! Frankreich, das stets an der Spitze marschierende, hat sich schon einmal einen solchen Scherz geleistet; den Kommuneaufstand während des Krieges 1871, aber das war nur auf Paris beschränkt und dauerte gerade ein Quartal (man lese Johannes Scherrs „Das rote Quartal“).

Sollte am Ende auch die russische Revolution nur eine Quartals­er­schei­nung sein? Von März ab wäre das Quartal gerade zu Ende. Da könnte wieder eine Überraschung kommen. Weiterlesen

Kommentare deaktiviert für Weltbühne vom 17.6.1917

Eingeordnet unter Weltbühne

Weltbühne vom 15.4.1917

John Bull hält schon so weit, den reichen Onkel aus Amerika anrufen zu müssen. Herr Wilson hat das Humanitäre bekommen und will im Namen der Kul­tur die Milliarden retten, welche die amerikanischen Großwucherer der Entente vorgestreckt haben. Auch Schiffe will er beistellen, die den Ruhm der englischen Flotte teilen sollen.

Na, uns kann es recht sein, wenn Wilsons Schiffe sich den Operationen der englischen anschließen. Diese liegen bekanntlich in beschaulicher Ruhe in einem schottischen Hafen und werden sich so angenehme Gesellschaft ger­ne gefallen lassen. Aber auch zu Lande will Amerika die Lorbeeren der Entente teilen und Roosevelt soll schon eine Division beisammen haben.

Wir raten allen Zirkusdirektionen, sich rechtzeitig ein Gastspiel Roose­velts zu sichern. Solchen Clown findet man so bald nicht wieder.

*

Überhaupt schlägt die Weltbühne alle Konkurrenz der eigentlichen Büh­nen und Varietes. Welch eine Tragikomödie war doch z. B. die russische Revolution, ein wahres Meisterwerk englischer Regie­kunst. Welche schauspielerische Leistungen hat es da gegeben! Wie gut war Miljukow als Volksbefreier, Rodzianko als Demokrat, Fürst Lwow als Arbeiter­freund. Weiterlesen

Kommentare deaktiviert für Weltbühne vom 15.4.1917

Eingeordnet unter Ausland, Weltbühne